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Erstes "Gütesiegel für Erdwärmesonden - Bohrunternehmen" verliehen
Karlsruhe. Seit mehreren Jahren führen die Bundesvereinigung der Firmen im Gas- und Wasserfach (figawa) und der Bundesverband Wärmepumpen (BWP) eine intensive Diskussion, um ein besonderes Qualitätszeichen – das “Gütesiegel für Erdwärmesonden – Bohrunternehmen“ einzuführen. Anlässlich der Sitzung des Lenkungsausschusses der beteiligten Verbände wurde am 26.01.06 im Hause der EnBW in Karlsruhe im Rahmen einer Pressekonferenz das erste Gütesiegel an ein Unternehmen verliehen. Als weitere Träger wurde diese Entwicklung von der Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfaches (DVGW) mit vorangetrieben.
 Verleihung des Gütesiegels v.l.n.r: 2.vl Dr. Münch (EnBW), Graf (BWP), Dr. Walker-Hertkorn (BWP), Fechner (Terrasond), Hansen (ZDB), Jahn (figawa)Das "Gütesiegel für Erdwärmesonden" wird ausführenden Bohrfirmen verliehen, die die Einhaltung hoher Qualitätsstandards zum Nachweis bringen und zudem nach DVGW Arbeitsblatt W 120 zertifiziert sind.
Mit dem Gütesiegel wird erwartet, dass sich qualitätsbewusste Unternehmen auf dem Markt entsprechend darstellen können, und dass die Verbraucher neben dem Preis noch ein weiteres Kriterium für ihre Entscheidung nutzen können. In einem stark wachsenden Markt bedarf es solcher Merkmale, um qualitativ hochwertige und sorgfältige Arbeit zu fördern. Das Gütesiegel legt deutschlandweit einheitliche Standards fest und gibt damit auch dem ausführenden Fachhandwerk Planungssicherheit.
Mario Jahn, Referent der figawa, betont: „Nicht nur aus ökonomischer Betrachtung ist für die in der figawa organisierten Hersteller und Dienstleister der Branche, die Kopplung der DVGW W 120 Zertifizierung mit dem Gütesiegel von besonderer Bedeutung.“
„Es ist unser Ziel, mit fortlaufend aktualisierten und einheitlichen Qualitätsstandards zum Nutzen des Kunden langlebige, an die jeweiligen Standortbedingungen angepasste und mit dem Umweltschutz in Einklang stehende Anlagen zu gewährleisten“, erläutert Dr. Simone Walker-Hertkorn, Leiterin Ressort National beim Bundesverband WärmePumpe (BWP) e.V.
„Mit der Entwicklung und Einführung eines Gütesiegels wollen wir unseren Kunden optimalen Nutzen, Betriebssicherheit und Umweltfreundlichkeit sicherstellen“, so Dr. Wolfram Münch, Bereichsleiter der EnBW für Forschung und Entwicklung. Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG unterstützt die umweltfreundliche und zukunftsweisende Nutzung der Erdwärme in Baden-Württemberg in hohem Maße. Zwei Millionen Euro fließen in die Fertigstellung eines Geothermiekraftwerks in Bruchsal. Mit einer Million Euro fördert die EnBW die Installation von Erdwärmesonden in Verbindung mit Wärmepumpen zum Heizen von Ein- und Zweifamilienhäusern. Neben dieser finanziellen Förderung steht für die EnBW aber auch das Thema Qualitätssicherung im Sinne der Verbraucher im Mittelpunkt. (mj)

Bildnachweise: EnBW
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