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Bericht aus der figawa-Fachgruppe „Rohre und Rohrleitungszubehör"
Am 8. Juni 2006 trafen sich die Mitglieder der Fachgruppe „Rohre und Rohrleitungszubehör“ in Bonn. Als Gastredner gab Herr Ass. jur. Carsten Döring, NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg, den Anwesenden einen Überblick über die wesentlichen Neuerungen des Energierechts und dessen Umsetzungsanforderungen, die Grundlagen der Netzentgeltkalkulation und den Kompetenzbereich der Bundesnetzagentur. Marco Kersting, Verbundnetz Gas AG, Leipzig, stellte das Konzept und die Umsetzung des erdgasvollversorgten „Erdgashauses“ der Verbundnetz GAS AG vor.
Die Anwesenden wurden ausführlich über den aktuellen Stand der technischen Regelsetzung informiert. Immer mehr Europäische Normen bieten die technische Grundlage für die Kennzeichnung von Produkten mit dem CE-Zeichen. Dies gilt allerdings nicht für den Bereich Trinkwasser, da die Voraussetzungen dafür noch nicht gegeben sind. In der Praxis führt dies bereits zu Irritationen, die aber erst beseitigt sein werden, wenn mit EAS ein Verfahren zur Prüfung und Bewertung von Werkstoffen in Kontakt mit Trinkwasser europaweit eingeführt ist.
Umfangreiche Fragestellungen zum Thema EAS ergeben sich insbesondere für den Bereich Kunststoffe. Ein Beispiel ist die Diskussion um das Verfahren zur Untersuchung mikrobiellen Wachstums. Während sich die niederländische Methode, ATP, als kompliziert und teuer erwiesen hat, hat das Verfahren des DVGW,
W 270, im Rahmen eine speziellen Forschungsprojekts entscheidende Verbesserungen erfahren. Es ist nicht nur deutlich günstiger als die ATP-Methode, sondern es generiert auch reproduzierbare Ergebnisse. Der deutsche Diskussionsvorschlag auf der Basis der weiterentwickelten W 270-Methode liegt der zuständigen Arbeitsgruppe bei CEN/TC 164 bereits in der englischen Sprachfassung vor. Parallel wird auch im DVGW-Regelwerk eine Neufassung von W 270 erscheinen.
Die in der figawa-Fachgruppe zusammengeschlossenen Hersteller von Rohren zum Transport und zur Verteilung von Trinkwasser haben dem DVGW bereits vor einiger Zeit vorgeschlagen, bei der Umfrage für die Schadenstatistik Wasser auch das Verlegejahr bzw. den Verlegezeitraum abzufragen, um so zu vergleichbaren Aussagen zu kommen. Der DVGW ist diesem Vorschlag gefolgt und wird, zunächst optional, eine Abfrage des Verlegezeitraums in die überarbeiteten Formblätter für die nächste Umfrage aufnehmen. Auch das Merkblatt W 395 „Schadensstatistik für Wasserrohrenetze“ wird einer Überarbeitung unterzogen. Mit tragfähigen Ergebnissen ist allerdings erst in einigen Jahren zu rechnen. (km)
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